






|
 |
Online Reiseberichte | Chalkidiki
Pefkohori, Freitag 19. Mai 2000. Von meinem Hotelzimmer habe ich einen herrlichen Ausblick auf das Meer. In der Ferne sehe ich
die Halbinsel Sithonia und dahinter den spitzen Kegel des Berges Athos, über dessen 2000 Meter hohen Gipfel gerade die Sonne aufgeht. Pefkochori ist ein lebhafter Ort, dessen Charme sich mir zunächst nicht erschließen will. Zwar gibt es hier einen wunderschönen langen Sandstrand, aber die Hauptstraße mit ihrer wenig attraktiven Bebauung wirkt gar nicht einladend. Erst in den Nebenstraßen zeigt sich, daß Pefkochori auch einen authentischen Kern hat. Verwinkelte Gassen, Mehrere Brunnen und eine kleine Kirche strahlen mediterrane Ruhe aus. Ein Mann verziert gerade seinen Lieferwagen mit einem Fisch während nebenan letzte Vorbereitungen für die bevorstehende Saison getroffen werden. Mittags gehen wir in das Restaurant Vlachos, das direkt an der Strandpromenade liegt. Hier gibt es eine große Auswahl an Mezé und frischen Fischen. Alle Speisen können wir direkt in der Küche auswählen. Am späten Nachmittag verlassen wir Pefkochori in Richtung Sithonia. Unser Ziel ist Sarti,
dass auf der Ostseite des mittleren Fingers der Halbinsel Chalkidiki liegt. Wir passieren die Brücke, die Kassandra mit dem griechischen Festland verbindet. Unter uns sehen wir einen schmalen Kanal von wenigen hundert Meter Länge, der den Eingang der Landzunge für kleine Boote passierbar macht.
An der Westküste der Halbinsel Sithonia erreichen wir das Gebiet von Vourvourou. In einer traumhaften Naturlandschaft sehen wir im Licht der tiefstehenden Sonne kleine Inseln und Landzungen. Zwischen den Wäldern und
Olivenhainen stehen einzelne Häuser. Diese Landschaft strahlt Ruhe und Frieden aus. Vourvourou scheint auch 20 Jahre nach meiner ersten Griechenlandreise noch nicht vom Massentourismus erreicht worden zu sein. Wir fahren weiter die kurvenreiche Küstenstraße entlang und genießen die phantastischen Aussichten auf das Meer. Während die Halbinsel Kassandra lebhaft und touristisch gut erschlossen ist, erscheint mir dieser Teil von Sithonia noch wild und ungezähmt. Ein Großteil der bergigen Halbinsel ist von dichter Vegetation bewachsen und nur ein schmaler Küstenstreifen ist erschlossen. Kurz vor Sarti können wir im Abendlicht den eindrucksvollen des Berges Athos sehen. Er scheint zum Greifen Nahe zu sein. In Sarti führt uns Hannes in das Restaurant von Orestis. Orestis, dessen traditionelles Restaurant, zu den Besten von Sarti zählt, zeigt uns seine Fischsammlung. In einer Schublade seines Kühlschranks gibt es rote Fische in den anderen sind verschiedene Arten von silbernen Fischen. Mir gefallen die roten Fische sehr gut. Leider sind das auch die teuersten.
Weiter | Zurück | Übersicht
|