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Online Reiseberichte|Chalkidiki

Wolfgang
Sarti, Samstag 20. Mai 2000. Gleich am Morgen gehe ich im Meer baden. Direkt vor meinem Studio beginnt der Strand. Der weite Sandstrand von Sarti ist so lang,dass sich auch in der Hochsaison von Juli bis August ein paar hundert Meter vom Dorf entfernt immer
Sarti
noch einen ruhiger Platz finden lässt. Das Wasser ist erfrischend und kristallklar. Zwar ist es noch ein wenig kühl, aber nach kurzer Zeit fühle ich mich sehr wohl. Zum Frühstück treffen wir uns mit Hannes im Café, das ein beliebter Szene - Treffpunkt ist. Hinter dem Tresen steht eine Münchenerin mit holländischem Pass, die mit ihrem schwarz gefärbten Haar wie eine Griechin aussieht. Bereits vor 10 Jahren hat Michaela ihrer alten Heimat den Rücken gekehrt und in Sarti eine neue gefunden. Seither hat sie Deutschland erst einmal wiedergesehen und war froh, wieder hierher
Naturhafen
zurückzukommen. Was ist es nur, was so viele Deutsche zu Asylanten unter südlicher Sonne macht? Für Hannes hat das nicht nur mit dem Wetter zu tun. Es ist die griechische Lebensart, die Abwesenheit von Hektik und Stress, die bei gleichzeitiger Beschränkung auf das Wesentliche ein sorgenfreies Leben ermöglicht.

Heute geht unsere Fahrt an die Ostküste der Halbinsel Sithonia. Kurz bevor wir Toroni erreichen zeigt uns Hannes den größten Naturhafen Europas. Eine ruhige Bucht mit glasklarem Wasser und einem schönen Sandstrand, die zur Seeseite hin von zwei Bergen fast umschlossen wird. An manchen Stellen der Bucht scheinen sich die
Portokali Beach
Berge zu berühren und es hat den Anschein, als würden sie die Bucht komplett umschließen. Wir fahren weiter und schauen uns die Westküste der Halbinsel Sithonia an. Südlich von Neos Marmaras, dem größten Ort auf der Sithonia sehen wir riesiege Weinberge an der Küste. Der Blick auf die Ägäis ist phantastisch. Auf dem Rückweg fahren wir auf einer Schotterstraße über die Berge nach Sikia. Die Vegetation ist weniger üppig als an der Küste. Wir begegnen einer Ziegenherde, die es sich auf der Straße bequem gemacht hat. Am Abend fahre ich an den Sandstrand von Portokali. Der Strand liegt sechs Kilometer nördlich von Sarti und ein Geheimtip von Hannes. Im Licht der tiefstehenden Sonne sehe ich ein herrliches Badeparadies. Die Natur hat hier zwischen den weißen Felsen viele kleine Sandstrandbuchten geschaffen. In den Separées liegen vereinzelte Urlauber und auch viele Griechen, die vermutlich aus dem nahen Thessaloniki gekommen sind. Das Wasser ist kristallklar und läd zum Baden ein.



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