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Online Reiseberichte | Korfu
Agios Spiridon, Donnerstag 25. Mai 2000. Gegen fünf Uhr morgens werde ich wach. Alles wackelt um mich herum. Ein kurzes aber heftiges Erdbeben erschüttert das ganze Haus. Später erfahre ich, dass das Beben mit seinem Epizentrum etwa 100
Kilometer südlich der südgriechischen Stadt Kalamata eine Stärke von 6 hatte aber glücklicherweise keine Schäden anrichtete. Heute wollen wir den Inselnorden erkunden. Von Korfu-Stadt führt unsere Fahrt an der Ostküste entlang bis zur Gouviabucht durch ein touristisch stark erschlossenes Gebiet. Hier teilt sich die Straße und wir nehmen den Abzweig nach Kassiopi. Je steiler die kleine Küstenstraße sich nun an den Felsen entlangwindet, um so stiller werden die Ortschaften. Bei Kalami fahren wir ins Tal und schauen uns den Ort an. Kalami ist ein kleiner Ort, der rund
um eine Bucht, fernab der Küstenstraße angelegt ist. Wir setzen uns in ein Strandcafé. Am Horizont sehen wir die kahlen Hügel des albanischen Festlands fast greifbar nah. Nirgendwo ist Albanien näher an Korfu als hier. Aufmerksam patroulliert deshalb auch die griechische Küstenwache die Grenzgewässer. Der Kiesstrand von Kalami ist sauber und das Wasser kristallklar. Wir fahren weiter nach Agios Spiridon. Agios Spiridon ist keine geschlossene Ortschaft, sondern ein grünes und ruhiges Gebiet, das abseits der Straße liegt die von der Ost- zur Nordküste führt. Neben einsamen Fels- und Kieselsteinbuchten in der
Umgebung, die sich zum Schnorcheln und Sonnenbaden eignen, hat Agios Spiridon einen sehr schönen Natursandstrand. Einen kleinen See mit Verbindung zum Meer gibt es auch. An den mit Olivenbäumen bewachsenen Hängen des Pantokrator Massivs stehen einzelne Häuser und Villen mit einem herrlichen Ausblick. Zum Abschluß unserer Nordtour gelangen wir nach Paleokastritsa. In Paleokastritsa treffen mehrere Buchten mit zum Teil steilen Felsen aufeinander und bilden eine atemberaubende Perspektive. Im Licht der tiefstehenden Sonne sehen wir hinter den mit Olivenbäumen und Zypressen bestandenen Hängen das Meer. In dieser Kulisse ist kaum Platz für den eigentlichen Ort. Deshalb sind die meisten Hotels und Villen an den zwischen den Olivenhainen an den Hängen verstreut. Nach Paleokastritsa kommen viele Tagesreisende nur wegen dieser phantastischen Kulisse. Vom Strand aus fahren Schiffe zu den umliegenden Sandstränden und Tauchrevieren.
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