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Online Reiseberichte|Kreta

Wolfgang
Knossos, 1. April 1999. In Heraklion habe ich kretischen Boden zum ersten mal betreten und hier verbringe ich auch meinen letzten Tag auf Kreta. Die Stadt ist Museumnicht so schön wie Chania und auch das Leben verläuft hier auch nicht so entspannt und ruhig wie anderswo auf Kreta. Dennoch hat Heraklion ein besonderes Flair. Ich laufe durch die belebten Einkaufsstraßen des Zentrums, um von dieser Athmosphäre etwas mitzubekommen. Gegen Mittag fängt es zu regnen an und ich flüchte in das archäologische Museum. Hier sind alle die bedeutenden Funde aufbewahrt, die von den minoischen Ausgrabungen stammen. Neben Tongefäßen und Werkzeugen Museumgibt es hier auch die phantastischen Fresken aus dem Palast von Knossos. Minoische Gottheiten und rituelle Kultgegenstände wie die legendäre Doppelaxt sind hier ebenfalls zu finden.

Gleich außerhalb von Heraklion liegt Knossos, der größte und mächtigste der minoischen Paläste. Auch die Ausgrabungen und Funde, die hier gemacht wurden sind ein absolutes Highlight. Anders als in Festos und Gournia, sind hier sehr viele Teile des Palastes aufwendig rekonsruiert worden. So kann ich mir ein gutes Bild von den einstigen Dimensionen der Anlage machen.

Kafeneion
Zum Schluß bleibt mir noch ein bischen Zeit, bevor die Fähre nach Piräus ablegt. Was liegt da näher, als ein nettes ruhiges Kafeneion aufzusuchen und einen griechischen Kaffee zu bestellen? Also gehe ich in das Café, in dem ich vor zwei Wochen schon einmal war. Es ist noch alles so wie beim letzten mal. Immer noch sitzen hier die gleichen Alten Männer, als wäre ich nur fünf Minuten weggewesen. An den hinteren Tischen wird Karten gespielt und vorne bedient der Urenkel des Gründers. Hundert Jahre ist das Kafeneion schon alt und seinen Namen hat es von der Börse, die damals hier stattfand. Auch wer die Personen auf den Portraits an der Wand sind, kann ich erfahren. Neben dem Photo des Urgroßvaters ist da auch das Bild von Michailis Dajanis, des kretischen Freiheitskämpfers, dem ich schon in Frangokastello begegnet war. So schließt sich auch hier der Kreis.



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