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Online Reiseberichte | Kreta
Heraklion, Mittwoch 17. März 1999. Im Morgengrauen erreicht mein Schiff, die King Minos, den Hafen von Heraklion. Aus dem Bauch der riesigen Fähre kommen jetzt die Lastwagen, die Kreta mit Nachschub versorgen. Jeder Meter Ladefläche wird ausgenutzt. Bei vielen Lastwagen sind auch hinter der Ladeklappe noch Kartons und Kisten mit Seilen festgezurrt.
Gleich am Hafen nehme ich meinen Mietwagen, einen Fiat Panda, in Empfang.
Jetzt kann gefrühstückt werden. Ich fahre ins Zentrum von Heraklion und laufe die Einkaufsstraßen entlang. Überall präsentieren hier Fischgeschäfte, Bäckereien und Obsthändler am Straßenrand ihre Waren. Schließlich kaufe ich mir eine gefüllte Blätterteigtasche und setze mich in ein Kafeneion.
Alles in diesem Kafeneion ist alt. Die Männer, die hier ihre Zeit verbringen genauso wie die Inneneinrichtung. Die gerahmten Fotos an den Wänden stammen mit Sicherheit aus der Anfangszeit dieses Jahrhunderts. Langsam habe ich das Gefühl, nach einer langen Reise angekommen zu sein. Ein wenig müde noch, aber froh, den heimischen Winter hier auf Kreta abkürzen zu können. Zwar ist das Wetter noch
keineswegs sommerlich warm, aber die Sonne wärmt schon ordentlich.
Ich fahre weiter, denn heute abend will ich in Aghios Nikolaos sein. Die kleine Küstenstraße führt mich geradewegs nach Osten. Nach einiger Zeit windet sich die Straße in engen Kurven die Berge hinauf. Auf der Paßhöhe habe ich einen herrlichen Ausblick in eine weite, von Berggipfeln umrahmte Hochebene, die Lassithi Ebene. Die Ebene ist erstaunlich flach und scheint sehr fruchtbar zu sein. Überall kann ich grüne Felder erkennen. Ich durchquere die Ebene und fahre durch die Berge nach Aghios Nikolaos.
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