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Online Reiseberichte|Kreta

Wolfgang
Paleochora, Dienstag 23. März 1999. Paleochora im Süden Kretas liegt auf einer Landzunge die ins lybische Meer hinausragt. Dadurch ist der kleine Ort gleich auf zwei Seiten vom Meer umgeben. Auf der Westseite ist ein langer
Paläochora
Sandstrand, im Osten liegt eine betonierte Promenade, an der momentan heftig gearbeitet wird. Schwere Lastwagen fahren durch die engen Straßen um Felsbrocken als Baumaterial für die Uferbefestigung abzuladen. Auch im März wirkt Paleochora sehr lebendig. Neben den wenigen Touristen die um diese Jahreszeit hier Urlaub machen, leben auch einige Aussteiger im Ort. Ein Deutscher hat in der Hauptstraße einen Computerladen aufgemacht und sitzt in seiner PC-Corner am Schreibtisch. Ich setze mich in der warmen Nachmittagssonne in ein Kafeneion und genieße den Tag.

PaläochoraIm Norden von Paleochora ragen steil die Berge auf. Dort in den Ausläufern der Lefka Ori wird ein sehr gutes Olivenöl gemacht. Überall unter den Olivenbäumen sind jetzt schwarze Netze auf dem Boden ausgebreitet, um die herabfallenden Oliven aufzusammeln. Anschließend werden die geernteten Früchte dann in den Ölmühlen weiterverarbeitet. Ein Olivenbauer erzählt mir. daß dieses Jahr die Ernte geringer als im letzten Jahr ausfallen wird. Schuld daran sind die Januarstürme, die viele der noch unreifen Oliven zu Boden gerissen haben. Aber daran ist man hier gewohnt und auf ein schlechtes Olivenjahr folgt ein gutes. Ich fahre auf kleinen Nebenstraßen durch die Berge. An vielen Stellen sind Schaukästen mit Heiligenbildchen aufgestellt. Mitunter stehen dort auch richtige Miniaturkirchen. Die schmale Straße wird an einigen Stellen zur Schotterpiste. Schließlich komme ich nach Sougia. Hier ist der Endpunkt der Straße. Weiter östlich sind die Lefka Ori, die nur zu Fuß und per Schiff zu erreichen sind..



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