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Online Reiseberichte | Kreta
Plakias, Samstag 27. März 1999. Im Geschäft von Plakias werde ich von der Verkäuferin wie selbstverständlich auf deutsch angesprochen. Neben den
Touristen aus Deutschland, die im März noch nicht so zahlreich sind, gibt es hier viele, die sich irgend wann einmal entschieden haben, gar nicht mehr zurückzukehren.
Gegen mittag breche ich zu einer Wanderung nach Preveli auf. Vorbei an blühenden Wiesen und Olivenhainen führt mein Weg auf der kleinen Landstraße. In der Luft ist ein starker Blütenduft. Die Landschaft ist hügelig und grün. In der Ferne ragen bis zu Tausend Meter hohe Berge auf. Im Sommer wird die Strecke in der prallen Mittagshitze sicher zur Tortur. Jetzt ist die Temperatur genau richtig. Ich komme an eine Venezianischen Brücke, die über einen Bachlauf führt. Davor stehen Wegweiser zum Palmenstrand von Preveli. Ich biege auf den Feldweg ein. Der Weg windet sich endlos
durch die Hügellandschaft und ich bin mir mit einem mal gar nicht mehr sicher, ob ich hier richtig bin. Endlich sehe ich das Meer. Doch von Palmen keine Spur. Hat hier ein listiger Gastronom mit seinen handgemalten Schildern die Touristen angelockt? Auf der östlichen Strandseite ist eine Treppe in den Felsen
gehauen. Ich gehe weiter. Auf der Rückseite des Felsens steigt die Treppe wieder ab und ich sehe den Palmenstrand vor mir.
Der kleine Strand wird von einer Flußmündung geteilt. Rechts und links des Flusses ist der Palmenwald. Auf der Suche nach einem Übergang laufe ich hindurch. Der schmale Pfad wird umgeben von einem dichten Palmendickicht und die harten Palmwedel pieksen. Rechts und links sehe ich steile Felswände aufragen. Ich kehre wieder um. Im März ist der Strand vn Preveli ziemlich einsam. Eine deutsche Familie spielt zwischen den Palmen Robinson und Freitag. Ich überquere den Fluß an einer seichten Stelle und verlasse die kleine Bucht auf einem steilen Pfad.
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