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Online Reiseberichte | Kykladen
Sifnos, Mittwoch 2. Mai 2001. Als ich aufwache, hat sich das Wetter beruhigt. Heute soll die Reise weiter nach Paros gehen.Ich gebe mein Moped zurück und erfahre, dass es wohl noch nicht sicher ist, ob das Schiff nach Paros heute tatsächlich fahren wird. Zu unsicher ist die Wetterlage immer noch.
Mittags gehe ich wieder zu Sophia ins Restaurant am Anfang der Promenade, das dem Fähranleger am nächsten gelegen ist. Während in den meisten anderen Tavernen und Pizzerien um diese Jahreszeit noch gähnende Leere herrscht, ist bei Sophia schon viel Betrieb. Die Gäste, in der Mehrzahl Griechen, scheinen nicht zum ersten Mal hier zu sein. Am Nebentisch sitzt eine Gruppe von Griechen, die darin wetteifern, wessen Mobiltelefon wohl den schönsten Klingelton hat. Alle paar Minuten klingelt ein anderes Gerät. Dabei kann ich die ganze Skala der Nokia Melodien ausmachen. Das opulente Mahl fast beendet, lehnen sie sich genüsslich zurück und widmen sich der Zahnpflege und der Konversation. Ob die sechs Freunde mit einem Segelboot hierhergekommen sind? Auf der anderen Seite sitzt ein älteres Ehepaar aus Skandinavien. Sie sind zusammen mit einem kleinen Jungen hergekommen, vermutlich ihrem Enkelkind. Sie sprechen mit Sophia griechisch und nur ihr Scandinavian Airlines Aufkleber verrät ihre Herkunft. Nebenan in der Reiseagentur erhalte ich die Auskunft, dass die Fähre nach Paros heute ausfallen wird. Das nächste Schiff geht erst wieder am Sonntag! Soll bis dahin auf Sifnos bleiben oder lieber woanders hin weiterreisen? Ich tendiere dazu nach Milos zu fahren.
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