Startseite
Homepage
Reisetipps
Angebote
Aktuell
Kontakt

Karte
Online Reiseberichte|Kykladen

Wolfgang
Sifnos, Donnerstag 3. Mai 2001. Heute geht es wirklich weiter. Mein neues Ziel ist Milos. Die Fahrt mit der Express Dionysos führt vorbei an der Insel Kimolos. In nur etwas über einer Stunde erreichen wir Milos. Vorbei an zwei Mini-Inseln fahren wir in eine Bucht von gigantischen Ausmaßen.
Express Dionysos
Die ganze Insel schließt sich wie ein Hufeisen um dieses riesige Hafenbecken. Schroffe Felsen mit weißen Kykladendörfern ziehen an uns vorbei, bis die Fähre in Adamas festmacht. Adamas selbst sieht wenig einladend aus. Ein staubiger Hafen ohne historischen Charme. Die viel zu breite Promenade ist noch nicht fertig gepflastert und die Bäume sind noch nicht gepflanzt. Ich suche mir ein Zimmer und erkunde das Inselinnere. Die Straße nach Plaka führt in Serpentinen den Berg hinauf. Meinem Knie geht es schon wieder viel besser und ohne Verband kann ich schon wieder fast normal gehen. Auf halber Strecke hält ein kleiner Pickup und nimmt mich bis Triumvassalos, kurz vor meinem Ziel mit.
Milos
Auf dem Hügel oberhalb des Dorfes befindet sich eine Kirche und eine kleine Kapelle, von der aus ich einen phantastischen Ausblick über die ganze Insel habe. Ich sehe die riesige Bucht von Milos und die umliegenden Dörfer in der Abendsonne. Vor mir erstreckt sich eine weite grüne Ebene, die von den Hügelketten am Inselrand umrahmt wird. Ich bleibe bis zur Dämmerung und wandere dann zurück.

Es ist schon spät, als ich an der Hafenpromenade ein kleines Restaurant betrete. Jetzt um 10 Uhr ist das Lokal noch immer gut gefüllt. Der Wirt weist mir einen kleinen Tisch zu. Seine Miene wird deutlich getrübt als ich ihm sage, dass ich alleine gekommen bin. Doch der findige Gastronom weiß Rat. Schnell enfernt er meinen Tisch und stellt ihn in die Mitte des Lokals. Aus einer Ecke holt er einen noch kleineren Tisch und stellt ihn mir so unvermittelt vor die Füße, dass ich Angst um meine noch heil gebliebenen Knochen habe. Ich bin sprachlos. Ich spüre den Impuls aufzustehen und wegzugehen. Alleine der Hunger hält mich auf meinem Sitz. So etwas ist mir in Griechenland bisher noch nicht passiert.




Weiter
|Zurück |Übersicht


Oben