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Online Reiseberichte|Kykladen

Wolfgang
Milos, Montag 7. Mai 2001. Nach dem Frühstück fahre ich nach Plaka. Diesmal nehme ich den Autobus.
Der Fahrer des Oldtimers hat sich seinen Arbeitsplatz gemütlich eingerichtet. Der Fahrersitz ist mit einem geblümten Stoff bezogen und an der Frontscheibe sind Girlanden und Wimpel befestigt.
Abflug
Mit kernigem Sound bringt der rüstige Büssing Dieselmotor das Gefährt in Schwung. Auch an den steilen Serpentinen kommt der Motor nicht aus dem Tritt. Beim Krankenhaus steige ich aus und lasse mir vom Inseldoktor die Fäden ziehen. Die Knieverletzung heilt gut und ich hoffe, dass ich schon bald wieder normal laufen kann.

Von Plaka aus nehme ich den Weg nach Firopotamus. Dort gibt es ein kleines Fischerdorf mit bunten Bootshäusern, die ich schon auf einem Foto gesehen habe. Von den Bergen aus betrachtet wirkt die Kulisse irgendwie unwirklich, wie ein kleines Spielzeugdorf. Ich folge dem Verlauf der Straße und komme schließlich zu einer Sandgrube.
Abflug
Die Insel Milos lebt neben dem Tourismus vom Mineralienhandel als wichtigster Einnahmequelle. Hinter der Grube endet mein Weg. Irgendwie muß es doch auch hier weitergehen. Ich beschließe noch eine Weile weiterzugehen und erst umzukehren, wenn ich auch hinter dem nächsten Berg keinen Weg erkennen kann. Entlang der Steilküste bieten sich mir immer wieder phantastische Aussichten und tatsächlich sehe ich auf der anderen Seite einen Weg der mich nach Plaka ins Dorf zurückführt.

Auf dem Berg sehe ich drei Kreuze, die ich mir genauer anschauen muss. Als ich näher komme sehe ich dass die Kreuze nicht leer sind. Am linken und am rechten Kreuz sind menschliche Figuren angebracht. Reste der griechischen Variante der Passionsspiele, die jedes Jahr in Plaka aufgeführt werden.



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