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Online Reiseberichte|Kykladen

Wolfgang
Folegandros, Mittwoch 9. Mai 2001. Folegandros ist die felsigste Insel, die ich bisher gesehen habe. Schroff fallen die Klippen hier zum Meer hin ab.
Chora, der Hauptort ist zum Schutz vor Piraten direkt auf einen dieser Felsen gebaut worden. Unterhalb des Dorfes sind die steilen Hänge durch Steinmauern in zahlreiche Terassen gegliedert. Auf dem Weg zur Ostspitze
Abflug
der Insel bieten sich mir immer wieder herrliche Ausblicke über die felsige Insel. Von hier aus kann ich auch die Nachbarinseln Sikinos und Sifnos sehen. Im Norden zeichnen sich Paros, Antiparos und Naxos im Dunst ab.

Nach einer Stunde erreiche ich Ano Meria.
Diese Siedlung ist mehr eine Ansammlung von Bauernhöfen und Häusern als ein geschlossener Ort. Hier geht das Leben noch
Chora
seinen vom Tourismus kaum berührten Gang. Immer wieder kommen mir Bauern auf ihren Eseln entgegen. Als ich die Ostspitze der Insel erreiche, senkt sich Sonne um über Milos unter zu gehen. Ich schaue dem Schauspiel eine Weile zu und mache mich auf den Rückweg. Bald beginnt es zu dämmern und schließlich sehe ich über mir die Sterne. Einige blinken und bewegen sich lautlos auf einen fernen Flughafen zu. An den Strommasten sehe ich jetzt kleine Blitze und die Leitungen knistern. In Chora ist der Dorfplatz mit seinen Tavernen hell erleuchtet. Jetzt, um 10 Uhr in der Nacht, herrscht hier mehr Betrieb als bei Tage. Überall an den Tischen sitzen jetzt Gäste. Auch ich setze mich und bin froh, dass ich dieses gastliche Dorf wieder zurückgekehrt bin.



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