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Online Reiseberichte | Kykladen
Paros, Dienstag 15. Mai 2001. Am Morgen gehe ich durch die Gassen von Parikia. Irgendwo im Labyrinth der Häuser finde ich ein Café, das die leckeren mit Käse gefüllten Blätterteigptaschen anbietet. Mit dem Mietwagen fahre ich anschließende in das Fischerdorf Naussa. Ich schlendere gerade über die Promenade, als mein Name gerufen wird. Die Australier sind wieder da! Wir hatten uns auf Milos aus den Augen verloren, nachdem unsere Fähre im Sturm vor Folegandros umgekehren musste. Helene hat ein schlechtes Gewissen, weil sie mir nicht mehr Bescheid sagen konnte, wann die nächste Fähre fahren wird. Das ist natürlich völlig absurd! Die beiden erzählen mir, dass für Donnerstag ein Generalstreik geplant ist. Vielleicht muss ich meine Weiterreise deshalb vorverlegen.
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Wir beschließen, den Tag gemeinsam zu verbringen und schauen uns erst einmal den Hafen von Naussa an. Direkt vor unseren Augen werden Bootsmotoren gewartet, Netze geflickt und Fische zum Trocknen ausgelegt. Gegen Mittag fahren wir weiter nach Lefkes. Die alte Inselhauptstadt von Paros liegt in den Bergen im Inneren der Insel. Es ist sehr ruhig hier. Autos und Motorroller wurden aus den schmalen Gassen des Ortes verbannt und müssen draußen warten. Aus allen Richtungen können wir die imposante Kirche sehen. Aus der Nähe betrachtet, stellen wir fest, dass sie jüngeren Datums ist. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet.
Wir fahren weiter und kommen wieder ans Meer. Die Sicht ist heute so klar, wie noch an keinem anderen Tag. Ich glaube, dass ich heute auf einem geeigneten Berg bis nach Kreta schauen könnte. Kurz vor Drios halten wir an und gehen zum Golden Beach. Um diese Jahreszeit ist hier wenig los. Trotz herrlichem Badewetter im Mai beginnt auf den Inseln die Saison erst richtig im Juli.
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