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Online Reiseberichte | Kykladen
Paros, Mittwoch 16. Mai 2001. Heute ist mein letzter Tag auf den Kykladen. Für morgen ist ein Generalstreik ausgerufen, und mir kann kein Mensch sagen ob die Fähren nach Piräus am Donnerstag fahren werden oder nicht. Wenn ich meinen Flug am Freitagmorgen in Athen erreichen will, muss ich also heute abreisen. Ein Gefühl des Abschieds kommt auf, als ich im Licht der Morgensonne zum Golden Beach laufe.
Beim Frühstück sehe ich auf das Meer und die Inseln der Ägäis. Silbern schimmern die Sonnenstrahlen auf der glatten Wasserfläche. Drios ist so wunderbar ruhig zu dieser Jahreszeit. Wie schade, dass ich nicht noch bleiben kann.
In Parikia erfahre ich, dass die Fähren am Donnerstag nicht fahren werden. Ich gehe noch einmal ins Hospital um den Zustand meines Knies begutachten zu lassen. Der Arzt ist gar nicht zufrieden und empfiehlt mir den Besuch eines Spezialisten. Grund genug für mich die nächste Fähre nach Piräus zu nehmen.
Es ist die Highspeed 1, eine schnelle Katamaranfähre, die auf einem Luftkissen über das Meer gleitet Sie fährt doppelt so schnell wie die herkömmlichen Schiffe, allerdings ist der Fahrpreis auch doppelt so hoch. Im Innenraum der Fähre habe ich das Gefühl, in einem riesigen Flugzeug zu sitzen. An den Fenstern fliegen jedoch keine Wolken vorbei sondern Inseln. In nicht einmal 3 Stunden erreichen wir so, ohne Zwischenstopp den Hafen von Piräus.
Die Großstadt hat mich wieder. Fußgänger scheinen in dieser Stadt nicht vorgesehen zu sein. Auf den schmalen Bürgersteigen parken Autos. Die Menschen laufen auf den Straßen und hasten in den kurzen Ampelphasen durch die stinkenden Fahrzeugschlangen. Welch ein Kontrast nach dem ruhigen und beschaulichen Leben auf den Inseln. Auch ich bahne mir einen Weg durch den Verkehr und fahre mit der U-Bahn ist Stadtzentrum von Athen.
Leider habe ich nicht mehr als die Adresse des Hotels Art Gallery und der Taxifahrer kennt die Straße leider nicht. Irgendwo in der Nähe des Syntagmaplatzes setzt er mich ab und ich frage einen Passanten nach dem Weg. Ich habe das Glück auf Dennis zu treffen, einen Griechen, der lange Jahre in Kanada gelebt hat. Zwar weiß auch er den Weg nicht, doch fragt er immer wieder nach und lässt nicht locker, bis ich über mehrere Stationen schließlich mein Ziel erreiche. Im Hotel werde ich wie ein alter Bekannter begrüßt, obwohl ich zum ersten Mal hier bin. Ich fühle mich sofort wie zuhause. Die Kanadierin an der Rezeption ermittelt das Krankenhaus, das am Abend für Notfälle geöffnet ist und organisiert mir ein Taxi. Das Athener Geniki Krankenhaus hat einen guten Ruf.
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