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Online Reiseberichte|Kykladen

Wolfgang
Hamburg, Freitag 27. April 2001. Guten Tag, mein Name ist Wolfgang Fellenz und ich erstelle die Internet Seiten für El Greco. Sie können mich unter der E-Mail: news@elgreco.de erreichen, wenn Sie Fragen zu meiner Griechenland Reise haben.
Das Wetter in Hamburg macht der Bezeichnung Aprilwetter alle Ehre.
Abflug
Nachdem ich beim Hansaplast-Marathon am letzten Sonntag noch bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen laufen konnte, ist nun wieder Schmuddelwetter angesagt. Und das ohne Aussicht auf Besserung. Ein Glück, dass ich dieser Tristesse für drei Wochen nach Griechenland entfliehen kann. Schon lange träume ich davon, einmal die Inselgruppe der Kykladen zu erkunden. Jetzt bietet sich mir dazu endlich die Gelegenheit. Mein Ziel ist es, möglichst viele dieser Inseln kennen zu lernen, ohne dabei jedoch in Hektik zu verfallen. Mein Flug geht schon um 6 Uhr morgens, also muss ich früh aufstehen.

Keine vier Stunden später, um 11 Uhr Ortszeit, landet die nagelneue Boeing 737-800 auf dem erst im März eröffneten neuen Flughafen von Athen. Dieser Flughafen macht einen guten Eindruck, die Verkehrsanbindung ist jedoch eine Katastrophe. Einen Bahnanschluss gibt es nicht.
Express Dionysos
Mühsam quält sich der enge Flughafenbus über unfertige Straßen und durch das notorisch verstopfte Athen, bis er nach über einer Stunde Fahrt schließlich in Piräus ankommt. Bis meine Fähre abfährt, bleiben mir noch ein paar Stunden Zeit. Um 17 Uhr schließlich legt die Dionysos Express ab und verlässt den Hafen in östlicher Richtung. Im Süden zeichnet sich die Silhouette der Insel Salamina im Dunst ab. In der Ferne liegen Frachter auf Reede. Zwei U-Boote passieren uns mit Kurs auf den Marine Stützpunkt. Wenig später kommt, ebenfalls im Süden, die Insel Ägina in Sicht. Im Norden passieren wir kurz darauf das Kap Sunion, die südöstlichste Ecke des griechischen Festlands. Die erste Kykladeninsel, die wir jezt sehen können ist Kea.

Die Ägäis ist spiegelglatt und unsere Fähre gleitet zielstrebig auf einem türkisblau schimmernden Spiegel weiter nach Osten.
Jetzt im April, sind noch nicht sehr viele Reisende unterwegs. Die meisten Passagiere sind Griechen, die entweder auf den Inseln zuhause sind oder einen Kurztrip unternehmen.
An Deck
An Deck herrscht eine muntere Stimmung. Einzelne Gruppen stehen beisammen, scherzen, hören Musik und singen die eine oder andere Strophe mit. Während das Licht schwächer wird und die Sonne geräuschvoll hinter dem Horizont verschwindet erreichen wir Kythinos. Ein paar Fahrgäste nur gehen hier von Bord und wenig später sind wir auch schon wieder auf unserem Weg durch die Ägäis. An Steuerbord tauchen einige Lichter, wie an einer Kette aufgereiht, auf. Zunächst glaube ich ein anderes Schiff zu sehen, bis mir klar wird, dass dies eine Insel sein muss. Nur welche kann es sein? Laut meiner Karte verläuft unser Kurs südlich von Serifos. Demnach dürfte sich südlich von unserer Fähre nur noch Kreta befinden. Aber diese Insel dort ist mit absoluter Sicherheit nicht Kreta! Wenig später ist klar: Wir laufen doch Serifos an. Der Kapitän hatte den Kurs auf meiner Seekarte ignoriert und war einfach nördlich an der Insel vorbei gefahren!



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