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Online Reiseberichte | Zypern
Stavros tis Psókas, Freitag 4. September 1998. Nicht weit von Stavros tis Psókas liegt das Tal der Zedern. Die Forst Ranger empfehlen mir, dieses Tal auf jeden Fall zu besuchen. Die letzten zehn Kilometer ins Tal führen über eine holprige Schotterpiste. Im Tal nehme ich den Wanderweg nach Triptyou. Bald sehe ich die ersten Zedern. Die Äste dieser Nadelbaüme wachsen fast waagerecht und sehen aus wie Dächer.
Im Tal gibt es zu etwa gleichen Teilen Zedern, Pinien und Eichen. Auch ein paar Kiefern wachsen hier ebenfalls. Langsam windet sich der Weg einen Berghang hinauf. Die Aussicht ist phantasisch. Ich sehe das Meer und eine weite Ebene im Osten. Auf dem Gipfel des Berges steht eine Waldbrand-Beobachtungsstation der Forstverwaltung. Mittlerweile bin ich nicht mehr der einzige Besucher im Tal. Ich fahre weiter nach Kykkos. Es gibt dort ein Kloster, daß auf meiner Karte eingezeichnet ist.
Als ich dort ankomme herrscht reger Betrieb. Rings um einen großen Parkplatz stehen Buden mit Reiseandenken und Süßigkeiten. Ein Plastikhund macht merkwürdige Geräusche. Das Selbstbedienungs-Restaurant ist in der Lage ganze Busladungen von Touristen zu sättigen. Wie von einem anderen Stern erscheinen fünf weiße Landrover mit der Aufschrift. Cyprus Safari Tours. Türen öffnen sich und die Insassen treten ins Freie. Der Kontrast zu Stavros könnte nicht krasser sein. Ich fahre weiter nach Troodos.
Kurz vor Troodos biege ich ab. Ein Straßenschild weist auf den Olymp, den mit 1950 Metern höchsten Berg Zyperns. Von Januar bis März ist hier sogar skifahren möglich. Die Luft ist kühler, aber immer noch angenehm. Leider ist der Zugang zum Gipfel gesperrt: Militärisches Sperrgebiet. Ich nehme den Wanderweg um den Gipfel. Die Aussicht ist einmalig. Ich schaue mir den Sonnenuntergang an.
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