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Online Reiseberichte | Zypern
Tochni, Sonntag 30. August 1998. Religiöse Gesänge wecken mich. Abwechselnd höre ich mal eine, mal mehrere Stimmen. Die Kirche ist gleich um die Ecke, deshalb kommt es mir vor als wären die Sänger gleich vor meiner Tür. Es ist acht Uhr und mein Kopf brummt noch vom gestrigen Dorffest. Ich trinke einen Kaffee und nutze das Morgenlicht für ein paar Fotos. Später fahre ich nach Tochni, um mir dieses Dorf anzuschauen.
Von Kalavassos nach Tochni sind es nur vier Kilometer. Der direkte Fußweg ist noch kürzer, da Tochni gleich im nächsten Tal liegt. Allerdings gibt es keine Straße, die diesen Berghang überwindet.
Tochni ist ein kleines, malerisches Dorf mit sehr vielen alten Steinhäusern. Das Dorf liegt in einem engen Tal. Auf allen Seiten stehen die Häuser an den Berghängen. Enge Gassen und Treppen führen zwischen den Häusern durch. Nach der Überlieferung stammt der Name Tochni vom altgriechischen Wort "Techni", was auf das handwerklich-künstlerische Können der einheimischen Steinmetze verweisen soll.
Mittags fahre ich zum Strand. Governors Beach ist ein kleiner überschaubarer Sandstrand. Es gibt Sonnenschirme und Liegestühle zu mieten. Die Mehrheit der Strandbesucher sind Zyprioten. Nicht viele Touristen finden den Weg hierher. Irgendetwas im Wasser scheint die Aufmerksamkeit meiner Nachbarn zu beanspruchen. Ich schaue in die Richtung ihrer Blicke. Vorne im Wasser versucht eine Gruppe unter viel Geschrei eine Pyramide aufzubauen. Sie schaffen vier Etagen, bevor alle ins Wasser fallen.
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